Die Zwecke, für die der Vater gelebt hat, seien, in jedem Fall, auch die Sohneszwecke, die Vatervergnügen auch die Sohnesvergnügen, der Vaterekel an der Welt auch der Sohnesekel an der Welt.
Werk: Verstörung
Quelle: Bibliothek Suhrkamp 229, p. 132
Die Zwecke, für die der Vater gelebt hat, seien, in jedem Fall, auch die Sohneszwecke, die Vatervergnügen auch die Sohnesvergnügen, der Vaterekel an der Welt auch der Sohnesekel an der Welt.
Werk: Verstörung
Quelle: Bibliothek Suhrkamp 229, p. 132
Aber da ich an der Kaffeehausaufsuchkrankheit leide, bin ich gezwungen, immer wieder in ein Literatenkaffeehaus hineinzugehen, auch wenn sich alles in mir dagegen wehrt.
Werk: Wittgensteins Neffe
Quelle: suhrkamp taschenbuch 1465, p. 140
[…] denn wie der Paul an seiner krankhaften Selbst- und Weltüberschätzung zugrunde gegangen ist, werde auch ich über kurz oder lang an meiner eigenen krankhaften Selbst- und Weltüberschätzung zugrunde gehen.
Werk: Wittgensteins Neffe
Quelle: suhrkamp taschenbuch 1465, p. 33
[…] denn wie der Paul damals wieder einmal in eine seiner Lebenssackgassen geraten war, war auch ich in eine meiner Lebenssackgassen geraten oder noch besser gesagt, hineingetrieben worden.
Werk: Wittgensteins Neffe
Quelle: suhrkamp taschenbuch 1465, p. 32
Aber in Wahrheit wäre ich auch ohne den Paul in diesen Tagen und Wochen und Monaten auf der Baumgartnerhöhe nicht allein gewesen, denn ich hatte ja meinen Lebensmenschen , den nach dem Tod meines Großvaters entscheidenden für mich in Wien, meine Lebensfreundin, der ich nicht nur viel, sondern, offen gesagt, seit dem Augenblick, in welchem sie vor über dreißig Jahren an meiner Seite aufgetaucht ist, mehr oder weniger alles verdanke. […] Die Eingeweihten wissen, was alles sich hinter diesem Wort Lebensmensch verbirgt, von und aus welchem ich über dreißig Jahre meine Kraft und immer wieder mein Überleben bezogen habe, aus nichts sonst, das ist die Wahrheit.
Werk: Wittgensteins Neffe
Quelle: suhrkamp taschenbuch 1465, p. 30
siehe auch:
▪ „Lebensmensch“ (Wikipedia)
▪ „Lebensmensch“ auf englisch?
Heidegger war ein Kitschkopf, sagte Reger, genauso wie Stifter, aber doch noch viel lächerlicher als Stifter, der ja tatsächlich eine tragische Erscheinung gewesen ist zum Unterschied von Heidegger, der immer nur komisch gewesen ist, ebenso kleinbürgerlich wie Stifter, ebenso verheerend größenwahnsinnig, ein Voralpenschwachdenker, wie ich glaube, gerade recht für den deutschen Philosophieeintopf.
Werk: Alte Meister
Quelle: suhrkamp taschenbuch 1553, p. 88
Wenn wir den Führern zuhören, hören wir doch nur immer das Kunstgeschwätz, das uns auf die Nerven geht, das unerträgliche Kunstgeschwätz der Kunsthistoriker, sagt Irrsigler, weil es Reger so oft sagt.
Werk: Alte Meister
Quelle: suhrkamp taschenbuch 1553, p. 13
Die Leute graben ihre Vorfahren aus und wühlen und wühlen in ihrem Ahnenhaufen, bis sie alles durchwühlt haben […]
Werk: Alte Meister
Sehen Sie sich den Velazquez an! Nichts als Staatskunst. Den Lotto, den Giotto, doch immer nur Staatskunst wie dieser schreckliche Ur- und Vor-Nazi Dürer, der die Natur an die Leinwand gestellt und getötet hat, dieser schauerliche Dürer, wie Reger sehr oft sagt, weil er Dürer tatsächlich zutiefst hasst, diesen Nürnberger Ziselierkünstler.
Werk: Alte Meister
Sehen Sie sich den Velazquez an! Nichts als Staatskunst. Den Lotto, den Giotto, doch immer nur Staatskunst wie dieser schreckliche Ur- und Vor-Nazi Dürer, der die Natur an die Leinwand gestellt und getötet hat, dieser schauerliche Dürer, wie Reger sehr oft sagt, weil er Dürer tatsächlich zutiefst hasst, diesen Nürnberger Ziselierkünstler.
Werk: Alte Meister